Bastel-Basics

Ich versuche sie zwar gering zu halten, aber so ganz ohne englische Begriffe und Scrapbooking-typische Bezeichnungen komme ich dann doch nicht aus. Falls dir etwas unklar sein sollte, schreib mir dies einfach in einem Kommentar. Ich erkläre es dann an dieser Stelle :)

  Material      Technik  

 C 

  •  Cardstock = festeres Bastelpapier, ähnlich Tonkarton (in variierenden Stärken und Farben, mit und ohne Textur erhältlich). Aufgrund der Stärke gut geeignet als Basis für Karten und zum Stanzen, z.B. als Kartenhintergrund oder als Ausstanzung.
  •  Clear Stamps = transparente Stempel aus Acryl oder Photopolymer. Eine Weiterentwicklung der bekannten Gummistempel. Jedoch haben sie zu diesen zwei große Vorteile: 1. durch die Transparenz sieht man relativ genau, wohin man stempelt und kann den Abdruck dadurch besser positionieren. 2. sind sie flach und unmontiert und benötigen daher viel weniger Platz.
    Tipps zum Umgang mit Clear Stamps
    • Verwendung: Man benötigt zum Stempeln lediglich einen Acrylblock, woran der Clear Stamp automatisch haftet. Den Stempel einfach von der Trägerfolie vorsichtig abrollen, auf den Acrylblock legen, das Stempelkissen auf den Stempel tupfen und losstempeln. 
    • Haltbarkeit: Damit sie lange haltbar bleiben, ist es empfehlenswert, die Stempel auch zu benutzen. Unbenutzte Stempel gehen schneller kaputt / zerfallen eher. Daher ist es ratsam, die Stempel gleich nach dem Kauf einfach im Gesamten einmal abzustempeln und zu reinigen (meist reicht Wasser). Außerdem sollten sie lichtgeschützt gelagert werden.

 D 

  •  Die-Cutting  /  Dies = Ausgestanztes / Stanzformen. 
    • Anwendung: Das funktioniert ähnlich wie beim Plätzchen backen: Man nehme eine Stanzform (= Ausstechform), Papier (= Plätzchenteig) und eine Stanz- und Prägemaschine (z.B. die BigShot, das Backpendant wäre die Druck ausübende Hand), und mit ein paar Umdrehungen hat man perfekte Papierausschnitte (Die-Cuts, also mit einer Stanzform Geschnittenes). 
    • Arten: Den Großteil bilden flache Stanzformen ("Thinlits") (z.B. von Avery Elle, Lawn Fawn, Paper Smooches und My Favorite Things), die sich nur für dünne Materialien eignen (Papier, Cardstock (s.o.), Moosgummi, dünnes Filz, Vellum (s.u.)). Mit Sizzix BigZ / Tim Holtz Dies lassen sich dagegen gleich mehrere Papiere auf einmal oder Balsaholz und Graupappe stanzen (erkennbar an der Dicke und dem Schaumgummischutz). 
    • Häufig gibt es auch Stanzformen passend zum Stempel, das erspart dann lästiges Ausschneiden mit der Schere. 
    • Kartenbeispiel 1 und Beispiel 2.
  •  Dye Ink = Farbstofftinte von entsprechenden Stempelkissen (s. im Vergleich dazu Pigment Stempelkissen), z.B. Übersicht mit Aquarellfarben
    • Erscheinungsbild: Die Tinte ist dünnflüssig und durchscheinend (also nicht deckend - mit Ausnahme von Schwarz) und verändert sich meist noch während des Trocknens (hellt auf). Daher erkennt man sie häufig auch schon anhand der Verpackung: Die Farbe ist auf die Hülle draufgedruckt, man kann nicht direkt auf das Stempelkissen blicken, weil dies nicht das "richtige" Stempelergebnis wiedergibt. 
    • Die Kissenoberfläche ist häufig eine etwas festere Filzoberfläche. 
    • Arten: Es gibt wasserfeste (z.B. Archival Ink für klare Stempelabdrücke auf fast allen Oberflächen geeignet) und wasserlösliche Dye Inks (z.B. Tim Holtz Distress Ink, für Techniken und raue Stempelabdrücke geeignet, z.B. Kartenhintergrund). 
    • Möchtest du auf Fotos stempeln, solltest du zu Staz-On greifen (den Stempel hinterher aber unbedingt mit dem StazOn-Stempelreiniger säubern, da es den Stempel angreifen kann).
    • Gute Stempelergebnisse sind anfangs oft leichter zu erzielen als mit Pigment Stempelkissen, wo mehr Gefühl notwendig ist. Allerdings sind auch bei Dye Inks die verschiedenen Eigenschaften der Hersteller zu beachten.


 E 

    1. Prägen mit Hilfe von Schablonen / trocken Embossen: hier wird das Papier mechanisch in seiner Struktur verändert, indem das Papier in eine Prägeschablone (Embossingfolder) gelegt und anschließend durch eine Prägemaschine (z.B. Sizzix BigShot) geführt wird. Der dabei ausgeübte Druck erzeugt dann die reliefartigen Strukturen, z.B. Geprägte Karte 1 und Karte 2.
    2. Heat Embossing mit Hilfe von Embossingpulver und Hitze: Hierfür wird ein Stempelabdruck mit Embossingpulver bestreut und anschließend mit einem Heißluftföhn so lange erhitzt, bis dieses geschmolzen und dadurch permanent ist. Das Ergebnis hebt den Stempelabdruck einerseits etwas hervor (es "poppt") und ist besonders dann zu empfehlen, wenn etwas weiß auf dunklem Hintergrund dargestellt werden soll (z.B. für Sprüche; ich habe hierfür noch keine guten Tinten gefunden). Außerdem perlt danach Wasser bzw. Farben auf Wasserbasis daran ab, was für Resist-Techniken gut ist (s.u.).
http://kartenwind.blogspot.de/2017/03/embossingtechniken-karten-pragen-und.html



 M 

  •  Mask = Stencil / Schablone. Häufig aus Kunststoff bestehende Schablone mit ausgestanzten Elementen. Geeignet zum Besprühen mit Farbsprays, Betupfen mit Stempelkissen oder für Strukturpaste / dickes Gel Medium.


 P 

  •  Pigment Ink = Pigmentfarbe von entsprechenden Stempelkissen (im Vergleich zu Dye Ink, s.o.).
    • Erscheinungsbild: Pigment Ink Pads haben häufige eine weichere, fluffiger wirkende Oberfläche als Dye Ink Pads (mit Ausnahme von Versafine), da die Tinte cremiger ist. Der Stempelabdruck ist deckend, auch mit helleren Farben (jedoch würde ich für ein richtig helles Ergebnis dann doch zu Embossingpulver greifen (s.o.)). An der Verpackung sind Pigment Stempelkissen häufig daran zu erkennen, dass sie eine durchsichtigen Deckel haben, denn bei Pigment Ink gilt: What you see is what you get - die auf dem Stempelkissen sichtbare Farbe entspricht dem Stempelergebnis (anders als bei Dye Inks (s.o.)).
    • Ich finde es relativ schwierig, gute und v.a. feine Abdrücke zu erzielen, da die dickere Tinte in Verbindung mit der offenporigeren Oberfläche des Stempelkissens ein vorsichtiges Auftragen der Tinte verlangt. Drückt man zu tief auf den Stempel, gelangt die Farbe auch in die Zwischenräume und der Abdruck wird unsauber. Übung ist definitiv notwendig, weshalb ich diese Stempelkissen Anfängern nicht empfehle.
    • Allerdings ist eine wirklich gute Empfehlung das Versafine Stempelkissen von Tsukineko. Es hat eine filzartige Oberfläche, wie es bei Dye Inks üblich ist, was den Tintenauftrag erleichtert, es ist für feine Details geeignet und nach dem Trocknen wasserfest. Insbesondere Schwarz embosse (s.o.) ich hinterher gern mit transparentem Embossingpulver, was das Schwarz noch so richtig strahlen lässt.
  •  Prägen = siehe Embossing.


 R 

  •  Resist = durch Embossing (s.o.), Glossy Accents oder andere Medien erzeugter Resist-Effekt für wasserbasierte Farben (perlt daran ab bzw. lässt sich wegwischen).

 S 

https://kartenwind.blogspot.de/2016/11/schuttelkarte-mit-partial-die-cutting.html


 T 

  • Tutorial = Anleitung. Ich versuche, bei möglichst jeder Karte zu erklären, wie ich sie (oder zumindest den wesentlichen Bestandteil) gefertigt habe. Suche dir einfach unter "Karten" oder "DIY" eine aus und klicke auf das Bild, um zur Bastelanleitung zu gelangen. Oder dich interessieren meine Videos? Dann klicke hier auf ein Bild, um zum Beitrag zu gelangen:
http://kartenwind.blogspot.de/2017/03/stempeln-mit-wasserzeicheneffekt.html https://kartenwind.blogspot.de/2017/03/farbenfrohe-distress-paint.html?showComment=1489772276642#c8592066072600003530 http://kartenwind.blogspot.de/2017/03/embossingtechniken-karten-pragen-und.html https://kartenwind.blogspot.de/2016/11/video-schnelle-karte-mit-dem-danipeuss-weihnachtskartenkit.html https://kartenwind.blogspot.de/2016/11/schuttelkarte-mit-partial-die-cutting.html http://kartenwind.blogspot.de/2016/09/geschenkidee-gluckskekse-aus-papier.html http://kartenwind.blogspot.de/2016/09/gluckwunschkarte-zur-homo-ehe.html http://kartenwind.blogspot.de/2016/09/baby-traumfanger-als-geschenk-zur-geburt.html



 V 


http://kartenwind.blogspot.com/2016/07/was-macht-man-eigentlich-mit-utee-embossingpulver-vs-glossy-accents.html http://kartenwind.blogspot.com/2016/06/baby-popup-box-tutorial-danipeussde.html http://kartenwind.blogspot.com/2016/06/bildtransfer-mit-gel-medium.html